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Haedong Kumdo – Zum Geleit

Haedong Kumdo ist eine koreanische Schwertkunst, die auf der Basis von Überlieferung, historischen Aufzeichnungen und Prinzipien aus anderen Kampfkünsten und Schwertstilen in Korea entwickelt wurde. Es ist kein Kampfsport, der die Vermittlung realistischer (Wett‑)Kampf‑ oder Selbstverteidigungs‑Techniken zum Ziel hätte. Vielmehr stehen in unserem Trainingsprogramm die Freude an der Bewegung und der Spaß am gemeinsamen Übungsfortschritt im Vordergrund.

Haedong Kumdo kann ‑ grundsätzliche geistige und körperliche Eignung zur Sportausübung vorausgesetzt ‑ alters‑ und geschlechtsunabhängig erlernt und ausgeübt werden. Es zielt über die Vermittlung und Vertiefung der kompetenten Handhabung des koreanischen Schwertes auf die gesamtheitliche Ertüchtigung des Menschen ab. Regelmäßiges Training kann neben der körperlichen Leistungsfähigkeit (Ausdauer, Kraft, Balance, Koordination) auch geistige Fähigkeiten wie Konzentration, Merkfähigkeit, räumliche Orientierung und Stress‑Resistenz auf Dauer verbessern bzw. zu ihrer Erhaltung beitragen.

Um sowohl europäischen Herangehensweisen an asiatische Kampfkünste Rechnung zu tragen als auch das Verständnis kulturübergreifender Grundsätze zu vermitteln und zu vertiefen, ziehen wir bei Bedarf auch Lehr- und Übungsbeispiele aus anderen Kampfkünsten oder Sportarten heran. Dies soll nicht nur das Trainingsangebot mit Rücksicht auf persönlich oder kulturell unterschiedliche Lernzugänge erweitern und abrunden, sondern auch die Attraktivität für Menschen steigern, die bereits Erfahrung in anderen Kampfkünsten oder Sportarten besitzen.

Der im Abschnitt „Bedeutung und Herkunft“ beschriebene spirituelle „Weg“ zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit, der sich auch in anderen asiatischen Künsten findet, bildet einen weiteren Eckpfeiler der Philosophie von Haedong Kumdo. Wenngleich wir dieses Konzept für wesentlich und wertvoll halten, so erschließt es sich erfahrungsgemäß jedem Übenden ganz individuell ‑ früher oder später ‑ auf die eine oder andere Weise. Auch im sonstigen Leben erkennt man seinen Weg ja oft erst, wenn man kurz innehält und darauf zurückblickt.

120315/MMA